Geheimratsecken – Die Entstehung des Haarausfalls

Spricht man von Geheimratsecken, handelt es sich um noch begrenzten Haarausfall über den Schläfen, der sich im Lauf der Jahre zu einer kompletten Glatze ausbreiten kann. Millionen von Menschen sind davon betroffen und suchen dagegen Hilfe. Überwiegend betrifft diese Art von Haarausfall Männer. Sind Frauen erblich vorbelastet, können auch sie eine Lichtung im Bereich der Geheimratsecken bekommen. Allerdings nicht so deutlich ausgeprägt, wie bei Männern. Bei Frauen erstreckt sich der Haarausfall meist viel stärker auf den gesamten oberen Schädelbereich.

Bei manchen Männern sind Geheimratsecken eher schwach ausgeprägt, bei anderen wiederum sehr stark. Die Ausprägung von Geheimratecken kann sehr unterschiedlich sein. In unserer mittlerweile stark kosmetisch und hedonistisch orientierten Welt können Geheimratsecken ein großes Schönheitsproblem im Umgang in der Gesellschaft darstellen.

Daß wir täglich im Schnitt ca. 60-100 Haare verlieren ist völlig normal. Sind es allerdings deutlich mehr Haare und dies zudem über einen längeren Zeitraum, so spricht man von Haarausfall. Schon ein geringer Verlust von nur wenigen Haaren als der oben genannte Bereich täglich kann allerdings kahl machen, wenn keine Haare mehr nachwachsen. Der eigentliche Bereich der Geheimratsecken umfasst in etwa 5.000 Haare und ist ungefähr handtellergroß. Bei einem fast unmerklichen Verlust von nur etwa 20 Haaren am Tag in diesem Bereich kann es somit innerhalb weniger Jahre schon zu einer deutlich sichtbaren Lichtung kommen.

Da das Wachstum der Haare von einer ausreichend guten Versorgung mit Blut-, Nährstoffen und Sauerstoff abhängt ist es zwingend notwendig, diese auch permanent zu gewährleisten. Hauptursachen für die Bildung von Geheimratsecken sind Stress, Anspannung und hohe Konzentration. In diesen Situationen die beinah jeder westliche Mensch täglich erlebt, wird, meist völlig unbewusst, die obere Schädelmuskulatur angespannt. Ähnlich wie eine Gummibadekappe spannt der davon Betroffene seine Kopfhaut damit straffer über den knöchernen Schädel.

Die feinen Blutgefäße, die unter der Kopfhaut verlaufen, werden dadurch zusammengepresst, der Blutfluss zur Kopfhaut und auch die Sauerstoffversorgung zur Haarwurzeln werden deutlich schlechter. Gezielt in diesen Bereichen fällt dann schließlich das Haar aus. Ein Sauerstoffmangel an den Haarwurzeln liegt meist auf dem gesamten Schädeldach vor. Deshalb endet der Haarausfall häufig nicht mit der Bildung von Geheimratsecken, sondern entwickelt sich von den ursprünglichen Geheimratsecken dann weiter über das gesamte Schädeldach.

Da Haarmatrixzellen die das Keratin produzieren, eine 8-Fach höhere Zellteilungsrate als normale Hautzellen haben sind diese zwingend auf eine gute Blut- und Sauerstoffzufuhr angewiesen. Eine gut durchblutete Kopfhaut ist also Grundvoraussetzung für gesunden Haarwuchs. An dieser Ursache sollte auch eine erfolgreiche Therapie gegen Haarausfall ansetzen. Mehr zur Therapie von Geheimratsecken und stopp des Haarausfalls.

27. Februar 2012Permalink

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