Minoxidil gegen Haarausfall

Minoxidil war zunächst als Bluthochdruckmittel zugelassen. In Regaine ist es eine flüssige Substanz, die 2 mal täglich auf die betroffene Kopfhaut aufgetragen werden muß. Der Wirkansatz setzt auf der Annahme auf, dass die lokale Durchblutung der Kopfhaut gestört ist. Der Wirkstoff soll die kapilläre Durchblutung fördern. Durch die Anwendung wird maximal eine Verlangsamung des Haarausfalls erreicht.

Der Wirkansatz von Minoxidil beruht auf die Erkenntnis, dass alle kapilläre Durchblutung in den betroffenen Kopfhautarealen zu schwach ausgeprägt ist. Als direkte Konsequenz versucht man, die Mikrozirkulation durch eine Vasodilator direkt an der Haarwurzel zu stimulieren. Die Haarwurzel soll wieder die normale Durchblutungsqualität erhalten und dadurch das Haarwachstum stimuliert werden.

In diesem Modell erfolgt keine Begründung, warum die mikrozirkuläre Durchblutung exakt in diesen Gewebearealen gestört ist. Des weiteren wird nicht darauf eingegangen, worin die Ursache der reduzierten Mikrozirkulation besteht. Die Wirkung des Wirkstoffes auf den Haarwuchs ist relativ schwach. Trotz der lokal verminderten Durchblutung wird der Wirkstoff relativ schnell ausgeschwemmt. Die Zeitdauer der Einwirkung ist zu kurz und der Ansatz der Einwirkung auf das kapilläre System zu sehr am Endpunkt der Kausalkette angesetzt. Es wird nur bei wenigen Patienten ein kosmetisch befriedigendes Resultat erreicht.

5. März 2012Permalink

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